Wer kennt das nicht? Nach einiger in Zeit strahlender Schönheit verlieren die Gardinen ihre reine Leuchtkraft uns sehen grau oder gelblich aus. Der Volksmund spricht dann vom „Vergilben“. Diesem Problem kann man in Zeiten moderner Reinigungs- und Waschmittel relativ einfach abhelfen. Spezielle Gardinenwaschmittel enthalten spezielle Bleichen und wirksame Aufheller, die den Fensterkleidern ihr strahlendes Weiß schnell wieder zurückgeben In besonders hartnäckigen Fällen hilft ein vorheriges Einweichen in einer Sodalösung. Hierzu werden auf 10 Liter Wasser etwa 500 Gramm Soda bzw. Natron benötigt. Wer nur eine kleine Gardine behandeln möchte, kann für das Herstellen der Einweichflüssigkeit auch ganz einfach Backpulver verwenden. Sind cremefarbige Gardinen insgesamt etwas angegraut, hilft das mehrstündige Einweichen in schwarzem Tee. Alle Gardinen werden nach der Vorbehandlung ganz normal nach Pflegeanleitung und am besten mit speziellem Gardinenwaschmittel in der Waschmaschine gewaschen.
Nun kann es jedoch passieren, dass sich auf der Gardine spezielle Flecken befinden. Gerade im Frühjahr kommt es nicht selten zur Fleckenbildung durch Blütenstaub. Zuerst sollte man ihn gründlich ausklopfen. Danach ist es einen Versuch wert, mit einem breiten Klebeband den restlichen sichtbaren Blütenstaub „abzukleben“ und danach abzuziehen. Anschließend wie gewohnt die Gardinen waschen.
Bei einem „Fettunfall“ oder auch bei Flecken durch Kerzenwachs nach dem Candle-Light-Dinner können Löschpapier und ein warmes Bügeleisen wahre Wunder bewirken. Die Gardinen einfach zwischen zwei Bögen Löschpapier legen und mit dem Bügeleisen darüberstreichen. Die Flecken verschwinden aus dem Gardinenstoff und „wandern“ in das Papier. Danach einfach wieder wie üblich, den Fensterbehang gemäß Anleitung waschen. Sollten die Flecken danach noch nicht ganz verschwunden sein, kann man das Gardinen waschen in Geschirrspülmittel probieren. Diese Mittel sind hervorragende Flecklöser und haben schon so manche Gardine „gerettet“.
Flecken aus Fliegendreck stellen ein übles, jedoch gar nicht selten vorkommendes Problem auf Gardinen dar. Meist hilft schon das Abbürsten der betroffenen Stelle mit Essigwasser. Sind viele Fliegendreckstellen vorhanden, ist es ratsam, die gesamten Gardinen vor dem Waschen in Essiglösung einzuweichen.
Worauf man beim Waschen von Gardinen achten sollte
Gardinen bestehen häufig aus empfindlichen Materialien wie Voile, Organza oder feiner Synthetik – und reagieren entsprechend sensibel auf falsche Pflege. Das Pflegeetikett ist dabei der wichtigste Ratgeber: Viele Gardinen vertragen nur 30 °C oder sogar nur Handwäsche. Wer auf Nummer sicher gehen will, legt die Gardine in einen Wäschebeutel, bevor sie in die Maschine kommt – das schützt vor dem Verknäueln und verhindert, dass feine Stoffe ausleieren. Das Schonwaschprogramm mit niedriger Schleuderdrehzahl ist fast immer die richtige Wahl.
Nach dem Waschen Gardinen möglichst noch feucht aufhängen – so hängen sie sich von selbst glatt und brauchen kaum gebügelt zu werden. Wer trotzdem bügeln möchte, tut das am besten von innen und mit niedriger Temperatur. Für die regelmäßige Zwischenreinigung zwischen den Wäschen hilft ein leichtes Absaugen mit dem Polsteraufsatz des Staubsaugers, um Staub und Flusen zu entfernen, bevor sie sich tief einlagern.
Schimmelflecken und hartnäckige Verfärbungen
Ein besonders unangenehmes Problem sind Schimmelflecken, die entstehen können, wenn Gardinen in feuchten Räumen hängen oder nach dem Waschen nicht schnell genug trocknen. Leichte Schimmelspuren lassen sich oft mit einer Mischung aus Wasser und weißem Essig abtupfen – einwirken lassen, dann waschen. Bei stärkeren Schimmelflecken auf weißen Gardinen kann ein sauerstoffbasierter Fleckenbleicher beim Einweichen helfen. Chlorbleiche ist zwar wirksam, greift aber feine Synthetikfasern an und sollte nur im äußersten Notfall und stark verdünnt eingesetzt werden.
Nikotinverfärbungen und allgemeines Vergilben durch UV-Licht lassen sich mit optischen Aufhellern im Waschmittel gut behandeln – diese wandeln unsichtbares UV-Licht in sichtbares Weiß um und geben der Gardine ihren frischen Glanz zurück. Wer auf Nummer sicher gehen will, nutzt ein spezielles Gardinenwaschmittel, das genau darauf ausgelegt ist. Weiterführende Tipps zur Fleckenbehandlung verschiedener Materialien finden sich auf fleckenentfernen.com, etwa zum richtigen Einsatz von Fleckenwasser oder zum Frühjahrsputz.
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Gardinen richtig zu pflegen ist kein Hexenwerk – aber es braucht das richtige Mittel für den jeweiligen Fleck und etwas Geduld. Ob vergilbt, fliegendreckig oder wachsverschmutzt: Für nahezu jeden Gardinenfleck gibt es eine bewährte Lösung. Wer regelmäßig wäscht und die Gardinen feucht aufhängt, hat dauerhaft Freude an frischen, strahlenden Fensterbehängen.


